Die Autovermietungsbranche ist ständig in Bewegung. Kunden erwarten Schnelligkeit und Komfort, während Vermieter die Balance zwischen Effizienz und Kontrolle finden müssen. Im vorherigen Blog haben wir erklärt, worin die Unterschiede zwischen Echtzeit- und Nicht-Echtzeit-Autovermietung liegen.
Echtzeit-Vermietung hat viele Vorteile. Online-Buchungen werden direkt in eine Reservierung umgewandelt, wodurch der Kunde sofort Sicherheit hat und seltener nicht erscheint. Außerdem vermeiden Sie manuelle Fehler beim Übertragen von Reservierungen. Es wird nie wieder eine übersehen. Und schließlich können Sie nur bei Echtzeit-Vermietung mithilfe von Dynamic Pricing Ihre Auslastung auf ein Optimum steuern.
Dennoch entscheiden sich noch viele Vermieter für Nicht-Echtzeit-Vermietung. Manchmal liegt das an den technischen Implementierungskosten für die Anbindung von Software und Website, aber es gibt auch andere Einwände:
- Sie verpassen Kunden, weil nicht das vollständige Angebot angezeigt wird;
- Sie haben weniger Flexibilität bei der eigenen Planung, was die Auslastung negativ beeinflusst;
- Sie verpassen Kunden, die ein „maßgeschneidertes Angebot" suchen;
- Sie können Kunden vorab nicht gut prüfen, wodurch Sie ein höheres Risiko durch zweifelhafte Mieter tragen.
Das sind legitime Einwände, um sich für Nicht-Echtzeit-Vermietung zu entscheiden.
Es gibt jedoch ein „Best of both worlds"-Szenario. In diesem Blog erklären wir, wie Sie unsere Software so einsetzen, dass Sie stets über die beste Kombination aus Kontrolle und Automatisierung verfügen. So können Sie jedem Kunden jederzeit hervorragenden Service bieten.
Ausgangspunkt Echtzeit-Vermietung
Für das „Best of both worlds"-Prinzip nehmen wir die Echtzeit-Vermietung als Ausgangspunkt. Mit anderen Worten: Auf der Website wird nur das tatsächlich verfügbare Angebot angezeigt.
Die folgenden Screenshots zeigen dafür ein gutes Beispiel.

Abzweigung 1: Gesamte Verfügbarkeit anzeigen
Einer der am häufigsten genannten Einwände gegen Echtzeit-Vermietung ist die Sorge des Vermieters, dass Kunden nicht reservieren, weil nicht das vollständige Angebot angezeigt wird. In manchen Fällen wird das Angebot tatsächlich sehr dünn. Das ist der Fall, wenn der Vermieter bereits fast ausgebucht ist. Dieses Problem tritt auch bei Mietzeiträumen weiter in der Zukunft auf. In vielen Fällen ist es möglich, Fahrzeuge anzumieten, sodass Sie mehr vermieten möchten, als Sie derzeit verfügbar haben.
Um dieses Problem anzugehen, fügen wir zunächst einen Button im Buchungsprozess hinzu: den sogenannten „Alles anzeigen"-Button.
Der Kunde erhält damit die Flexibilität, auch das derzeit nicht verfügbare Angebot einzusehen und anschließend sein Interesse zu bekunden, indem er eine Reservierungsanfrage für die derzeit nicht verfügbaren Fahrzeuge einreicht.
Das löst das Problem im Grunde, schafft aber gleichzeitig zwei neue Risiken:
- Bei kurzfristigen Buchungen ist es in vielen Fällen nicht möglich, die Anfragen zu erfüllen. Sie verlieren dann trotzdem (viel) Zeit damit, den Kunden abzulehnen; und (daran anschließend)
- Sie bereiten dem Kunden Entscheidungsstress, indem Sie ein zu Unrecht großes Angebot anzeigen.
Die Lösung für Risiko 1 behandeln wir im nächsten Abschnitt. Kleiner Vorgeschmack: Das lösen wir mit einem Pooling-/Überbuchungssystem.
Risiko 2 lösen wir, indem wir das vollständige Angebot standardmäßig nur bei Buchungen mit mehr als 2 Wochen Vorlauf anbieten. In diesem Fall bleibt noch genügend Zeit, um Fahrzeuge anzumieten.

Abzweigung 2: Pooling und Überbuchungen
Mit der Einführung des Buttons „Gesamtes Angebot anzeigen" führen wir wieder manuelle Arbeiten für die Vermietungsmitarbeiter ein. Das passt jedoch nicht zum Ausgangspunkt der Echtzeit-Vermietung, bei der wir einen minimalen Zeitaufwand des Vermietungsteams anstreben.
Wir verwandeln daher einen Teil des nicht verfügbaren Angebots in tatsächlich verfügbares Angebot. Das erreichen wir mit einem Pooling- und Überbuchungssystem.
Die Idee dahinter ist einfach. Sie nutzen die Verfügbarkeit einer anderen (höherwertigen) Klasse, um die Nachfrage nach der oft beliebten günstigeren Klasse zu ergänzen. Für den Kunden sieht es dann so aus, als sei die günstigere Klasse noch verfügbar.
Ein Beispiel:
Der Einfachheit halber sprechen wir von einem Fahrzeug der Economy-Klasse und einem der Comfort-Klasse. Sie haben keine Fahrzeuge mehr in der Economy-Klasse, aber die Leute fragen weiterhin danach. Indem Sie die Economy-Klasse mit einem (Teil) der Comfort-Klasse poolen, zeigen Sie dem Mieter die Economy-Klasse weiterhin als verfügbar an.
Kleine Warnung: Das Überbuchungs- und Poolingsystem funktioniert nicht bei allen Fahrzeugtypen gut. Es eignet sich zum Beispiel sehr gut für Pkw, aber weniger für Transporter oder Kühlfahrzeuge.
Abzweigung 3: Angebot anfragen
Manche Mieter haben spezifische Wünsche oder brauchen ein wenig persönliche Aufmerksamkeit, um zu mieten. Eigentlich sucht dieser Mietertyp ein maßgeschneidertes Angebot. Bei der Echtzeit-Vermietung ist jedoch der Ausgangspunkt, dass Sie nur über die Website Kontakt mit Ihrem Kunden haben.
Die Lösung für dieses Problem ist einfach und wird im Leasing- und Händlermarkt bereits häufig eingesetzt.
Im Mietprozess fügen Sie bei der Fahrzeugklasse einen Button hinzu: „Angebot anfragen". Der potenzielle Mieter hinterlässt Name, E-Mail, Telefon und eine kurze Bemerkung mit seinen Wünschen. Die Angebotsanfrage landet in Ihrem Vermietungssystem und wird anschließend von einem Mitarbeiter weiterverfolgt.
So bieten Sie den Kunden die Möglichkeit, zu verhandeln oder mit besonderen Wünschen zu kommen. Das verbessert das Kundenerlebnis und schafft das Vertrauen, dass Ihr Unternehmen mit dem Kunden mitdenkt. Für Sie ist das eine gute Option, um die Vermietung auf Anfrage leichter zu sortieren und eine optimale Kombination aus Echtzeit und Nicht-Echtzeit einzusetzen.
Wir raten jedoch davon ab, den Angebots-Button immer anzuzeigen. Man kann sich nämlich fragen, ob es sinnvoll ist, Zeit und Mühe in Angebotsanfragen für heute oder morgen zu investieren.
Abzweigung 4. Online-Prüfung von Kunden
Der letzte Einwand, den wir oft hören, ist, dass Sie Kunden vorab nicht gut prüfen können und dadurch ein höheres Risiko durch zweifelhafte Mieter tragen. Vermieter wünschen sich ein gewisses Maß an Kontrolle darüber, wer die Fahrzeuge mietet. Das ist auch logisch, denn Fahrzeuge sind kein billiges Spielzeug.
Wenn wir genauer betrachten, wie dieser Prüfprozess abläuft, gibt es oft einige „Red Flags", aufgrund derer eine Mietanfrage nicht bearbeitet wird:
- Jemand wohnt in Groningen, möchte aber ein Fahrzeug in Limburg mieten;
- Jemand kommt aus einem Postleitzahlengebiet, das für zweifelhafte Mieter bekannt ist;
- Der Mieter steht auf einer schwarzen Liste.
Diese 3 Punkte lassen sich jedoch auch online sehr einfach prüfen. Erstens können Sie ein gewhitelistetes Postleitzahlengebiet hinzufügen (z. B. Radius von 50 km), wodurch alles außerhalb dieses Gebiets als Reservierungsanfrage behandelt wird. Außerdem können Sie bestimmte Postleitzahlengebiete blacklisten, sodass auch diese Gebiete als Reservierungsanfrage eingehen. Schließlich können Sie die Elena-/Crimimail-Prüfungen online durchführen lassen. Steht der Mieter auf einer schwarzen Liste, wird die Reservierung ebenfalls als Anfrage behandelt, versehen mit einer Warnung.
Auf diese Weise verschaffen Sie sich größtmögliche Sicherheit, zuverlässige Kunden zu gewinnen, die so wenig Schäden wie möglich verursachen. So entsteht von Ihrer Seite mehr Sicherheit und Vertrauen gegenüber dem Kunden.

Fazit: Echtzeit- und Nicht-Echtzeit-Vermietung
Im obigen Blog haben wir beschrieben, wie Sie die Vorteile der traditionellen Vermietung auf Anfrage in das vollständig automatisierte Echtzeit-Vermietungsprinzip integrieren können. Das Ergebnis: Sie können einen erheblich größeren Teil Ihrer Kunden bedienen und beschränken gleichzeitig den zusätzlichen Aufwand für Ihre Mitarbeiter auf ein Minimum.
Wir möchten betonen, dass jede Vermietungsorganisation anders ist. Das Obige ist lediglich eine allgemeine Beschreibung, wie Sie Ihre Prozesse gestalten können. Übernehmen Sie das nicht blind, sondern überlegen Sie, ob alles auch auf Ihre Organisation zutrifft.
Dabei helfen wir gerne. In einem unverbindlichen Gespräch besprechen wir Ihre Herausforderungen und schauen gemeinsam, welche softwareseitige Lösung am besten zu Ihrem Unternehmen passt.
Interessieren Sie sich bereits für Echtzeit-Autovermietung oder haben Sie noch Fragen? Dann nehmen Sie über den untenstehenden Button Kontakt mit uns auf.
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