Zurück zum BlogDynamic Pricing · 15. September 2023 · 3 Min. Lesezeit

Der Einfluss des Dieselpreises auf die Autovermietung

In den vergangenen 3 Monaten ist der Dieselpreis um sage und schreibe 40 Cent pro Liter gestiegen. Das ist ein erheblicher Kostenfaktor für Autovermieter. Zeit zu handeln?

Der Einfluss des Dieselpreises auf die Autovermietung

Kurz gesagt

In den vergangenen Monaten ist der Dieselpreis um sage und schreibe 40 Cent pro Liter gestiegen. Autovermieter freut das nicht, denn sie geben enorm viel mehr für Transporte aus.

In den vergangenen Monaten ist der Dieselpreis um sage und schreibe 40 Cent pro Liter gestiegen. Tanken tut immer mehr weh. Autovermieter mit mehreren Standorten leiden darunter besonders.

Steigende Kosten in der Autovermietung

In einem früheren Artikel schrieben wir bereits darüber, dass die Mietpreise in der Autovermietung steigen werden. Das hängt vor allem mit steigenden allgemeinen Kosten und höheren Abschreibungen (sprich: teurere Anschaffungspreise der Fahrzeuge) zusammen.

Transportkosten sind darin nicht direkt enthalten. Allerdings ist der Preis für einen Liter Diesel an der Zapfsäule enorm gestiegen. Der empfohlene Preis für einen Liter Diesel liegt inzwischen bei fast 2,10 Euro, während er vor drei Monaten noch bei rund 1,66 Euro lag. Mit anderen Worten: Diesel ist um mehr als 40 Cent pro Liter teurer geworden.

Autovermieter freut das nicht.

Fahrzeuge auf Transport

Autovermieter erzielen einen großen Teil ihrer Einnahmen mit Geschäftskunden. Da diese Kunden die Fahrzeuge in der Regel über einen längeren Zeitraum mieten, bieten die Autovermieter als zusätzlichen Service die Anlieferung der Fahrzeuge an. Im Fachjargon: „auf Transport“.

Häufig werden die Fahrzeuge auf einen Auflieger geladen und anschließend über die Straße zum Kunden gefahren. Diese Sattelzüge fahren mit Diesel. Ein höherer Dieselpreis führt daher zu höheren Kosten.

In der Praxis werden diese Kosten oft gar nicht oder kaum an den Mieter weiterberechnet. Mehr noch: Es ist in der Branche immer noch recht üblich, dass gar keine Transportkosten berechnet werden.

Transport zwischen Standorten

Autovermieter mit mehreren Standorten leiden noch stärker darunter. 90 % des Marktes arbeiten derzeit nach dem „Shared-Fleet-Prinzip“. Das bedeutet, dass die Verfügbarkeit des Fuhrparks über alle Standorte hinweg geteilt wird.

Es kommt regelmäßig vor, dass ein Werbeauto für morgen am Standort A gemietet wird, während es sich derzeit am Standort B befindet.

Kein Problem, kurz ein Transport.

Wenn man bedenkt, dass die Marge bei einem Werbeauto sehr begrenzt ist, schlagen die 25 % höheren Dieselkosten ordentlich zu Buche.

Das wird noch dadurch verstärkt, dass ein Transport in vielen Fällen gar nicht nötig ist. In dem Moment, in dem das Fahrzeug zum anderen Standort gebracht wird, geht eine neue Reservierung am Standort B ein.

Leider ist das Fahrzeug gerade auf dem Weg zum Standort A....

Handlungsbedarf? Die Empfehlung von RentVisie

Wir stellen fest, dass es Autovermietern oft schwerfällt, steigende Preise an Kunden weiterzugeben. Das verstehen wir, aber es ist dennoch notwendig.

Zunächst empfehlen wir allen Autovermietern, Transportkosten (teilweise) an ihre Kunden weiterzuberechnen. Nicht nur die Dieselkosten steigen, auch die Lohnkosten sind deutlich gestiegen. Gerade Geschäftskunden werden das nachvollziehen können, sodass die meisten Kunden Verständnis dafür haben, für diesen zusätzlichen Service mehr zu bezahlen.

Natürlich ist es wichtig, dies Ihren Kunden vorab klar zu kommunizieren, damit sie keine bösen Überraschungen erleben.

Zweitens empfehlen wir, die Shared-Fleet-Methode zu überdenken. Schon bevor der Dieselpreis stieg, haben wir vielen Autovermietern geraten, ihre Shared-Fleet-Methode zugunsten einer Fixed Fleet aufzugeben. Dabei hat jeder Standort seinen eigenen Fuhrpark. Dadurch wird die Planung einfacher (sprich: kostet weniger Zeit) und Sie müssen weniger Transporte durchführen (weniger Zeit und Geld).

Natürlich steht dem ein Nachteil gegenüber. Die Anzahl der Mietvorgänge nimmt ab, weil Sie öfter Nein sagen müssen. Und das, obwohl das Fahrzeug an einem anderen Standort durchaus verfügbar ist.

Diesen Nachteil können Sie wiederum durch Dynamic Pricing abmildern.

Als Alternative zum Fixed-Fleet- oder Shared-Fleet-Modell können Sie eine hybride Variante in Betracht ziehen, bei der Sie Transporte zwischen Standorten auf optimierte Weise handhaben. Ausgangspunkt dabei ist Shared Fleet.

Möchten Sie mehr darüber erfahren? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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